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Yojo Christen

TASTENZAUBER NEBEN ALTEN RÖMERBOOTEN

Yojo Christen ist so ein musikalisches Phänomen – aber eines, das den Sprung zum Erwachsenen geschafft hat. Mit 14 Jahren (!) eine Japantournee, mit 17 Komposition der ersten Oper. Aufgewachsen in Altmühltal zeigte der junge Yojo von Anfang an jede Menge Talent und Interesse an der Musik. ……

Auf dem Programm stehen an diesem Abend Mozarts Klaviersonate A-Dur mit dem bekannten „Türkischen Marsch“ KV 331, George Gershwins nicht minder bekannte „Rhapsody in Blue“ und nach der Pause die schon erwähnte Klaviersonate von Liszt. Gerade Letztere ist ja immer wieder eine Herausforderung für jeden Pianisten, an der so mancher auch schon gescheitert ist. Doch Yojo Christen kann mehr als nur schnell und technisch sauber spielen: Er hat demonstriert, dass er diesem sehr anspruchsvollen Werk gewachsen ist – trotz seiner erst 20 Jahre. ……

Bemerkenswert ist, wie unverkrampft und ungekünstelt er an so ein Werk herangeht. Er lotet die Spannungen des Stücks aus, setzt Akzente und hält scheinbar mühelos ein erstaunliches Tempo.

George Gershwins Rhapsody hat Yojo Christen für sich selbst bearbeitet. Er hat die Orchesterfassung für das Klavier umgeschrieben und auf die ganz großen Gesten verdichtet. Mal wuchtig und donnernd, mal sehnsüchtig, bisweilen betörend und zugleich abgründig kommt die Rhapsodie in seiner Fassung daher, ein emotionaler Parforceritt auf den Tasten, der keinen Zuhörer kalt lässt.. Lang anhaltender, stürmischer Applaus war der Dank des Publikums – und zwei Eigenkompositionen des  jungen Künstlers.

Quelle: 04.07.2016, Donaukurier, B. Pehl

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Apparently we had reached a great height in the atmosphere, for the sky was a dead black, and the stars had ceased to twinkle.